Archiv der Kategorie: Aktuelles

Protestaktion „Tihange abschalten“

tihangeAuf Initiative von drei Schülerinnen aus der Jahrgangsstufe 6 organisiert die Schülervertretung eine Aktion, die sich für die Abschaltung des Atomkraftwerkes im belgischen Tihange einsetzt.
Ziel der Protestaktion ist es, einerseits die Schülerschaft für das Thema zu sensibilisieren und aufzuklären. Daher haben die Initiatorinnen auch einen umfassenden Infostand vorbereitet, welcher im Foyer aufgestellt wurde.
Doch der Protest und die Unzufriedenheit mit der belgischen Regierung werden außerdem durch eine Foto- und eine Briefaktion deutlich gemacht. Alle Schülerinnen und Schüler sind aufgerufen, ihr „Gesicht gegen Tihange“ zu zeigen. Dazu lassen sie sich fotografieren, wie sie ein Plakat mit der Aufschrift „Tihange abschalten“ hochhalten. Aus allen Fotos wird eine Bildcollage erstellt.
Bei der Briefaktion geht es darum, dass der zuständige Minister möglichst viele Postkarten erhält, die ihm die Wut der Schülerinnen und Schüler zeigt.
Auch interessierte Eltern haben die Gelegenheit sich an der Aktion zu beteiligen. In den beiden großen Pausen wird die Aktion realisiert. Eine weitere Möglichkeit bietet sich am Tag der offenen Tür, wo die Protestaktion ebenfalls vorgesellt wird.

Auch in der Zeitung wird bereits über die Protestaktion der SV berichtet: hier der Link zum Artikel

http://epaper.supersonntag.de/ausgaben/pdfdownload.php?datum=20161207&ausgabe=ssv-b2&seite=18&pdf=dtipage-16001801.pdf

Exkursion der Rechtskunde AG zum Amtsgericht nach Geilenkirchen

rechtskundeSchülerinnen und Schüler der Rechtskunde AG unter der Leitung der Rechtsanwältin Frau Schovenbergwaren heute zu Gast im Amtsgericht Geilenkirchen. Endlich konnten sie das in der AG erworbene theoretische juristische Wissen in der Praxis angewandt sehen. Es wurden verschiedene Fälle vom Nachbarschaftsstreit mit Körperverletzung bis Einbruch sowie verschiedene Betrugsdelikte verhandelt. Angefangen bei den verhandelten Fällen, der Kleiderordnung bei Gericht bis zum Lieblingsfußballverein des Richtersdiskutierten die Schülerinnen und Schüler rege mit dem Staatsanwalt und dem Richter in den Verhandlungspausen. Nach den Verhandlungen konnte noch die Wache im Amtsgericht besichtigt werden.Besonders beeindruckend war dabei die Besichtigung einer echten Arrestzelle. Alle waren sich einig hier keine Nacht verbringen zu wollen.

Die Schülerinnen und Schüler konnten so das Berufsfeld des Richters, Anwalts und Staatsanwalts näher kennenlernen, sowie den Beruf des Justizvollzugsbeamten.

2. Theater-Tag am 07.11.2016 – Ein Beitrag zum kulturellen Profil des Carolus-Magnus-Gymnasiums

img_1505Physical Theatre – ein ungewöhnlicher Begriff, durch den die Kombination bekannter theatraler Darstellungsmöglichkeiten in neuer Kombination beschrieben wird. Mats Süthoff und Clara Gohmert, Studenten der Folkwang Universität Essen, entwickelten gemeinsam mit dem Regisseur Michael Zier das Stück „Am Strand des Styx“ und zeigten mit beeindruckender Präsenz, wie Musik, Sprechtheater, pantomimische Ekstase und moderner Tanz ineinanderfließen können.
Im Rahmen des Aachener Festivals „Auf dem Sprung – Junger Tanz im Dialog“, das seit einigen Jahren vom CulturBazar e.V. in Kooperation mit freien Künstlern und Akteuren des Kulturbetriebs organisiert wird, fand ein Gastspiel des Armada-Theaters – worunter sich Süthoff, Gohmert und Zier zusammenfassen – im Carolus-Magnus-Gymnasium statt. Über den Kontakt zu Yorgos Theodoridis, einem der Hauptorganisatoren des Festivals, Tänzer, Choreograph und Leiter des Dance-Loft in Aachen, konnte ein Programmpunkt des Festivals den diesjährigen Theater-Tag am CMG bereichern.
„Am Strand des Styx“ nähert sich dem Thema Tod und Sterben nicht nur mit düster-traurigen Assoziationen, sondern beleuchtet das Thema multiperspektivisch: humorvoll, verrückt, anklagend, sich wehrend oder auch in enger Verbundenheit mit dem lockenden Tod – jede Stufe der Auseinandersetzung verbinden Gohmert und Süthoff mit wechselnden Darstellungsformen, die zur einheitlichen Ästhetik verschmelzen. Im anschließenden Dialog mit dem Publikum stellten sich die jungen Künstlern den Fragen der Schülerinnen und Schüler. Engagiert, offen und äußerst sympathisch wurde über die besondere, mitunter auch verwirrende Ästhetik diskutiert.
Zwei Workshops schlossen sich der Aufführung an. Im Workshop Physical Theatre leiteten Clara Gohmert, Mats Süthoff, und Michael Zier eine Schülergruppe an zur Arbeit mit Körper, Stimme und Stimmungen. Die Wahrnehmung von Körper, Raum und Mitspieler stand im Vordergrund der theaterpädagogischen Übungen und führte die Gruppe schließlich zur Aufführung einer kleinen Tempostudie mit Requisiten. Aries Papanikolaou zeigte in einem weiteren Workshop wie Rhythmen unseren Körper bewegen. Erst großes Zögern und Unsicherheit, dann langsames Herantasten, Aufnehmen des Rhythmus, Integration verschiedener Instrumente – hier erfassten und erlebten die Teilnehmer stufenweise
den „Drum und Flow“, der sie in kurzer Zeit zu einer bewegten, freudig-entspannten und begeisterten Einheit machte.


Kulturelle Bildung und Weiterentwicklung ist ein zentrales Ziel am CMG. Theater AG, Tanz AG und viele musikalische AGs leisten bereits früh einen Beitrag für Schülerinnen und Schüler, sich auszuprobieren und ein Bewusstsein für Ästhetik zu entwickeln. Wie kreativ Schülerinnen und Schüler unserer Schule sein können, zeigt sich jedes Jahr in den Konzerten und Aufführungen im kleinen wie auch großen Rahmen. Das Projekt in Kooperation mit der Tanzwerkstatt Nina Otten
zeigte 2016 – neben der Aufführung „Die Welle“ des Literaturkurses – mit dem selbstentwickelten Stück „Die magische Jukebox“, was junge Menschen leisten können und welch großes Publikum sich begeistern lässt.
Besonders der Literaturkurs in der Sekundarstufe erfährt eine Bereicherung durch den Theater-Tag am CMG. Assoziationen, Ideen entstehen und neuer Mut, sich auszuprobieren – immer eine Grundlage für die Vorbereitung eines eigenen Stücks. Aber auch jeder einzelne Schüler profitiert durch die Auseinandersetzung mit kulturellen Angeboten, selbst wenn der „eigene Geschmack“ nicht getroffen wird. Kulturelle Bildung am Puls der Zeit ist unser Auftrag, daher danken wir dem Armada-Theater, dem Festival „Auf dem Sprung – Junger Tanz im Dialog“ für den Besuch in Übach-Palenberg. Nach Kafkas „Die Verwandlung“ 2015, „Am Strand des Styx“ 2016 beginnt nun die neue Suche nach einem Stück für unsere Oberstufenschüler und die Tanz-Theater-Gruppen am CMG.

Sandra Terodde

Das Theaterstück RemembeRing als Statement zum 9. November 2016

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Am Mittwoch, dem 9. November 2016, führte Frau Liora Hilb vom Theater  ‚La Senty Menti‘  aus Frankfurt am Main das Einpersonenstück RemembeRing vor Schülerinnen und Schülern der  Oberstufe des Carolus-Magnus-Gymnasiums und der Willy-Brandt-Gesamtschule im Pädagogischen Zentrum auf.

Liora Hilb, geboren in Tel Aviv, aufgewachsen in Frankfurt am Main, hat ein Theaterstück über ihre eigene Geschichte, die ihrer Großmutter Jenny Hilb und ihrer Familie geschrieben und möchte damit besonders Jugendliche im heutigen Deutschland erreichen.  RemembeRing ist die Weitergabe von Erinnerungen und Reflexionen über den Umgang mit Ausgrenzung, mit Emigration, mit Traumata und Zugehörigkeiten. Das Stück soll Räume öffnen zum Nachdenken über die Frage: „Was hat die Shoah heute noch mit uns zu tun? Wie erinnern sich Jugendliche heute an die Shoah? Kennen Sie ‚Stolpersteine‘ als Form einer Erinnerungskultur an die Shoah?“ Hierzu fließen auch aktuelle Zitate von Jugendlichen in Deutschland mit ein.

Jenny Hilb ist 1943 von den Nazis in Auschwitz umgebracht worden. Davon weiß Liora in ihrer Kindheit nur sehr oberflächlich. Sie ist umgeben von einer ganzen Menge an Leerstellen. Wer? Wo? Was? Warum? Warum nicht? Die Resonanzen auf ihre Fragen sind spärlich. Der Vater spricht darüber nicht, die Mutter schweigt, Onkel und Tante bleiben wage. Lioras Vater ist vor den Nazis nach Israel geflohen, lernt dort seine Frau kennen, bekommt die Tochter und entscheidet sich 25 Jahre nach Kriegsende nach Deutschland zurück zu gehen, ins Täterland.

RemembeRING ist die Geschichte eines Ringes, der einmal Jenny Hilb gehörte. Er gelangte wahrscheinlich aus Ulm über Theresienstadt und Ausschwitz auf geheimnisvolle Weise nach Tel Aviv. Heute befindet er sich in Lioras Besitz in Frankfurt. Der Weg des Ringes spannt einen Bogen über das Schicksal einer jüdisch/deutschen Familie in drei Generationen.

Liora Hilb konnte im Rahmen ihrer Aufführung unsere  Schülerinnen und Schüler mit in ihre Geschichte hineinnehmen, sie mit dem sehr ernsten Thema ansprechen und ihnen begegnen. Es macht betroffen, dass sie und ihre Tochter im Nachkriegsdeutschland bis heute immer wieder Ausgrenzung  erfahren. Ihre Tochter trägt zum Beispiel kein jüdisches Symbol in der Öffentlichkeit, um sich vor antisemitischen Reaktionen in der Öffentlichkeit zu schützen.

Das Theaterstück macht dem Zuhörer deutlich, dass man sich im Nachkriegsdeutschland nicht nur in den deutschen Familien über die Shoah ausgeschwiegen hat sondern dass sich das Schweigen auch bei den jüdischen Familien fortgesetzt hat. Die Aufarbeitung ihrer eigenen Familiengeschichte war und ist somit für Liora Hilb eine zentrale Leitfrage ihres Lebens und ihrer Identitätsfindung.

Wir danken Liora Hilb und ihrem Team, dass wir an ihrer Lebensgeschichte und ihren Reflexionen teilhaben durften. Sie hat uns nachhaltig einen Raum zum Nachdenken eröffnet, besonders auch den Blick für die Mitschüler z.B. aus Syrien und Afghanistan geschärft, die seit einem Jahr an unserer Schule die deutsche Sprache lernen und einen Prozess der Integration in Regelklassen durchlaufen. Diese Schüler befinden sich in der Emigration, streben nach Zugehörigkeit und erleben doch auch die Ausgrenzung.

Dieses Theaterstück wird von dem Kinder- und Jugendtheater ‚Theater Starter‘,  der Evangelischen Kirchengemeinde Übach-Palenberg und dem Förderverein des Carolus-Magnus-Gymnasiums finanziert und vorbereitet. Wir danken allen dafür, dass wir die Aufführung im Schulzentrum von Übach-Palenberg realisieren konnten.

Dr. Renate Schwab

Projekt der SV für den Deutschen Engagementpreis nominiert

In diesem Jahr ist das Projekt der Schülervertetung „Fremd?- Nicht mit uns!“ für den Deutschen Engagementpreis nominiert worden. Für die Nominierung bedanken wir uns ganz herzlich beim Förderprogramm „Demokratisch Handeln“. Der Deutsche Engagementpreis ist der Dachpreis für bürgerschaftliches Engagement in Deutschland. Die breit aufgestellte Auszeichnung mit bundesweiter Beteiligung stärkt die Wertschätzung von freiwilligem Engagement und rückt den vorbildlichen Einsatz für das Gemeinwohl ins Licht der Öffentlichkeit.

 Die SV würde sich freuen, wenn möglichst viele für unser Projekt abstimmen würden. Hier geht es direkt zum Abstimmungslink!

Kooperation mit der Luisenschule in Bielefeld

aa1Auf den zahlreichen Veranstaltungen, die die SV im Laufe der letzten Jahre besucht hat, kamen die Schülerinnen und Schüler immer wieder mit tollen Schulen in Deutschland in Kontakt. Besonders gut „passte“ es stets mit der Luisenschule in Bielefeld. Auch diese Schule hat bereits mehrfach eine Auszeichnung des Förderprogramms „Demokratisch Handeln“ erhalten. Es ist also nur logisch, dass sich Schülerinnen und Schüler der beiden Schulen nun in Bielefeld verabredet haben. Eine Delegation aus 8 Schülerinnen und Schülern und den beiden SV-Lehrern Frau Beckers und Herr Hamm machten sich also am Donnerstag früh auf, um quer durch NRW nach Bielefeld zu fahren.

aa2Dort wurde die Gruppe sehr freundlich empfangen. In zahlreichen Gesprächsrunden wurde sich intensiv über die verschiedenen Projekte der Schulen ausgetauscht. Voller neuer Ideen ging es nach vielen Stunden wieder zurück nach Übach-Palenberg.

Die SV bedankt sich ganz herzlich für die Gastfreundlichkeit, die tolle Organisation und das leckere Essen. Wir freuen uns auf euren Gegenbesuch.

Antirassistisches Fußballturnier

a6Bundesweit fanden vergangene Woche Aktionen, Begegnungen und Diskussionen gegen rassistische Diskriminierung statt. Die Interkulturelle Woche stand dieses Jahr unter dem Motto Vielfalt. Das Beste gegen Einfalt. Für das Fußballturnier, welches in diesem Zusammenhang als Aktion gegen Rassismus in Hückelhoven ausgerichtet worden ist, konnten wir eine motivierte Fußballmannschaft aus verschiedenen Jahrgangsstufen zusammenstellen. Neben dem sportlichen Wettkampf, bei der unsere Schülerinnen und Schüler eine gute Leistung gezeigt haben, standen Fair Play und Spaß an erster Stelle. Zusätzlich bot das Rahmenprogramm zahlreiche Informationen zum Thema Rassismus. Insgesamt stand der Tag im Zeichen des friedlichen und respektvollen Miteinanders!

 

Peernetzwerk „JETZT!“

Die beiden Schülerinnen Anna Kessler und Nele Altana haben vom 30. September bis zum 2. Oktober am Konzeptionsworkshop des Peernetzwerkes „JETZT!“ teilgenommen. Dieses Mal fand er in Magdeburg statt. Dieses Netzwerk ist ein Zusammenschluss engagierter Jugendlicher zwischen 16 und 23 Jahren. Innerhalb dieses Netzwerkes können sich die Jugendlichen zum Moderator ausbilden lassen und werden anschließend bundesweit eingesetzt, um Workshops an Schulen zu halten. Ziel ist es, dass bundesweit engagiertes und couragiertes Handeln systematisch gefördert wird.

Unterstützt und gefördert wird das Netzwerk vom Bündnis für Demorkatie und Toleranz. Mehr Infos gibt es im Internet unter www.buendnis-toleranz.de