Archiv der Kategorie: Theater

Corpus Delicti – Aufführung des Q1 Literaturkurses

Mit der Aufführung von „Corpus Delicti“ haben die Schülerinnen und Schüler des Literaturkurses Theater (QI) eindrucksvoll gezeigt, wie lebendig und aktuell Theater sein kann. In den vergangenen Monaten haben sie mit viel Engagement, Kreativität und Teamgeist an dem Stück gearbeitet und schließlich eine beeindruckende Vorstellung auf die Bühne gebracht.

Neben dem künstlerischen Erfolg bleibt vor allem die gemeinsame Zeit in Erinnerung: die Proben, die Herausforderungen, die vielen schönen Momente hinter den Kulissen und das Zusammenwachsen als Gruppe.

 

 

Im Folgenden berichtet Herr Hoffmann in einer Theaterrezension von seinen Eindrücken der Aufführung. Außerdem sehen Sie einige Bilder, die die besondere Atmosphäre des Abends festhalten.

  1. Juni 2026

Kritische Kunst am CMG

Übach-Palenberg. Die Bretter, die die Welt bedeuten, brachten am Montagabend die Welt nach Übach-Palenberg, in diesem Fall war diese Welt METHODE.

Das Stück „Corpus Delicti“ nach dem gleichnamigen Roman von Juli Zeh aus dem Jahr 2009 wurde von den Schülerinnen und Schülern des Literaturkurses der Q1 unter der künstlerischen Leitung von Martina Corsten vor leider nicht ganz vollem Haus im PZ des Schulzentrums aufgeführt.

Die im Stück problematisierte dystopische Entwicklung einer Gesundheitsdiktatur, die sich gleichermaßen auf einem Sicherheitsbedürfnis sowie einer staatlichen Kontrolle gründet, aber mit dem Verlust persönlicher Freiheit einhergeht, ist aufgrund der derzeitigen weltweiten Krisen und Verwicklungen nicht im gesellschaftlichen oder journalistischen Fokus, hat aber dennoch an ihrer Aktualität nichts verloren.

Das Laienensemble spielte sich vor einem ihm gewogenen Publikum aus Freunden, Familie und Lehrkräften mit Engagement und Leidenschaft schnell und nachhaltig in die Herzen der Zuschauenden.

Von einer nachvollziehbaren Nervosität bei einer solchen Premiere war von Beginn an nichts zu spüren – im Gegenteil spielten die die Darstellenden mutig und befreit auf. Über insgesamt gute zweieinhalb Stunden Spielzeit mit kurzer Pausenunterbrechung waren die Spielenden durchweg hoch motiviert, konzentriert und überzeugend in ihrer Rolle. Die wenigen Hauptrollen wurden geschickt inszeniert und auf mehrere Spielende aufgeteilt, sodass durch eine jederzeit für die Zuschauenden klare Zuordnung viele Darstellende ihr schauspielerisches Talent zeigen konnten.

Der Auftritt aller Darstellenden in Weiß, die wenigen Farbakzente und Requisiten sowie die puristisch gestaltete Bühne mit sparsamem, aber effektvollem Einsatz von Licht und Möbeln haben stets dafür gesorgt, dass das Publikum dem Geschehen fokussiert folgen konnte. Die durchaus komplexe Story wurde durch die interessante Verflechtung von Bühne und Videosequenzen nicht nur entlastet, sondern auch kunstvoll erzählt.

Generell lassen sich für die Inszenierung nur Worte vollen Lobes finden. Die geschickte Auswahl an Requisiten und Kostümen haben hervorragend harmoniert und durch den Abend getragen. Ein Beispiel, das vielleicht nicht jedem ins Auge gefallen ist, sind die leeren Ordner der dreifach besetzten Richterrolle, die als Symbol für die Leere des neuen gesellschaftlichen Systems, der METHODE, gelesen werden können.

Wie für ein Laientheater üblich, haben die Darstellenden nicht nur ihre jeweilige Rolle wahrgenommen, sondern waren genauso am Umbauen des Bühnenbildes sowie dem Positionieren von Requisiten beteiligt, was durchweg für einen reibungslosein Ablauf sorgte.

Dass mit viel Freude gespielt wurde, konnte man nicht nur spüren, sondern am Ende einer explosiv-dynamischen Szene auch hören, nachdem sich das gleichermaßen freudvolle wie anerkennende Lachen der Zuschauenden auf die Schauspielenden übertragen hatte. Aber nicht mit Freude wurde gespielt, auch mit viel Verve und Überzeugung deklamierte mache Schauspielerin den Text ihrer Rolle. Viele Schülerinnen und Schüler vermochten es indes, mit ihrem Spiel zu gefallen und durch ihr Talent zu überzeugen.

Nicht nur das starke Spiel, sondern auch dir Lehrhaftigkeit des Stücks, die ohne einen in der letzten Zeit zu häufig erhobenen moralischen Zeigefinger auskam, haben sehr zu seinem vollen Erfolg beigetragen. Das Publikum wird stattdessen durchweg zum Nachdenken angeregt, sodass das Stück dazu anregt, auch die eigenen Wertvorstellungen kritisch zu hinterfragen.

Am Ende waren es minutenlanger Applaus und Standing Ovations, die den Lohn für die Spielenden bildeten, die dies voll demütiger Dankbarkeit freudvoll aufnahmen. Viel Lob und warme Worte der künstlerischen Leitung sowie der Schulleitung beendeten den rundum gelungenen Theaterabend. Zahlreiche Stunden der Vorbereitung sowie das fleißige Lernen von Texten und Abläufen haben sich vollends ausgezahlt. Nachdenklich und erfüllt konnte man seinen Heimweg antreten.

Man darf gespannt sein, mit welchem Stück im nächsten Jahr eine neue Generation von Lernenden aufwarten wird. Die klare Empfehlung zu einem Besuch kann bereits heute ausgesprochen werden.

© Tim Hoffmann

Kulturtag am CMG: Theateraufführung „TakTik“

Am 18. Mai 2026 fand an unserer Schule ein Kulturtag für die Jahrgangsstufe 9 statt.

Bereits zum zweiten Mal war das TanzTheaterMobil mit dem Stück „TakTik“ in Zusammenarbeit mit CulturBazar e.V. Aachen zu Gast am CMG. Ermöglicht wurde die Veranstaltung auch durch die finanzielle Unterstützung des Fördervereins der Schule.

Das Stück beschäftigte sich mit den Themen Demokratie, soziale Medien und gesellschaftliche Verantwortung. Drei Kandidatinnen und Kandidaten traten darin zur Wahl für die zukünftige Schulleitung an und versuchten mithilfe sozialer Medien die Stimmen der Schülerinnen und Schüler zu gewinnen. Dabei wurden Fragen rund um Meinungsbildung, Populismus und demokratisches Handeln aufgegriffen.

Im Anschluss an die Aufführung beteiligten sich die Schülerinnen und Schüler engagiert an einer Diskussion. Neben kritischen Fragen brachten sie auch eigene Denkanstöße und Perspektiven ein. In anschließenden Workshops wurden die Inhalte tänzerisch, musikalisch, schauspielerisch und politisch vertieft. Außerdem boten Schüler*innen der Jgst. 10 gemeinsam mit Frau Jenkouk einen weiteren Workshop zum Thema Diskriminierung an. Ein herzlicher Dank für euren Einsatz!

Der gesamte Tag wurde von den Schülerinnen und Schülern sehr positiv aufgenommen und bot viele Anregungen für Austausch und Reflexion.

All you need is …

Vom 18. bis 19. Februar war das DasDa-Theater Aachen bei uns zu Gast. Jede Klasse der Jahrgangsstufe 6 erlebte im Klassenverband eine Aufführung des Theaterstücks „All you need is …“.

Das Stück behandelt aktuelle Themen wie E-Zigaretten, Vapes und die Gefahren von Social Media – Themen, die Jugendliche unmittelbar betreffen.

Im Anschluss an die Aufführung fand noch eine Nachbesprechung mit den Schauspielerinnen und Schauspielern statt, in der die Schülerinnen und Schüler ihre Fragen stellen und Eindrücke reflektieren konnten.

Wir danken dem Förderkreis unserer Schule für das Sponsoring dieser tollen Veranstaltung.

„Tote Mädchen lügen nicht“ – oder doch?

Der Literaturkurs 2 lädt herzlich zur Aufführung am 10.6.2024 um 19.30 im Pädagogischen Zentrum ein. Die Dramatisierung des Romans „Töte Mädchen lügen nicht“ stellt Themen wie Freundschaft und die erste Liebe, aber auch Mobbing, sexualisierte Gewalt und Suizid in den Mittelpunkt. Daher wird ein Besuch ab 14 Jahren empfohlen.

Wir freuen uns auf euren/Ihren Besuch.

„Ach wie gut, …“ – Theater-Tanz-Projekt erfolgreich aufgeführt

Nach nur einem halben Jahr Probezeit stehen 30 Schauspielerinnen und Schauspieler auf der Bühne des vollbesetzten PZs: schrille Märchenfiguren umgeben von Täubchen, Zwergen, Hexen, Wölfen und allerlei anderen Tänzerinnen und Tänzern in herrlichen Kostümen. Was ist los im Übacher Märchenland?
Der Literaturkurs „Schauspiel“ unter der Leitung von Sandra Terodde inszenierte mit viel Energie, Spaß und Slapstick-Elementen das kurzweilige Stück „Ach wie gut, dass niemand weiß…“ von Marie Schwarz. Zu Beginn ist Krisenstimmung im Märchenreich: ein verwöhntes Kind, das keine Geduld mehr hat, Eltern, die nicht mehr vorlesen wollen, dazu böse Mächte, die rationalisieren und sinnlos modernisieren wollen – das bringt nicht nur Rumpelstilzchen auf die Palme, sondern auch eine Menge Akteure auf die Bühne.

Vom ersten Moment an fing das Publikum Feuer und amüsierte sich köstlich über die gelungene Kombination aus Theater und Tanz, so dass die Schauspieler über sich hinauswuchsen und die Tänzer um die Wette strahlten. Nina Otten entwickelte mit ihrer Tanzwerkstatt und der TanzAG des CMGs unterhaltsame Choreographien, so dass ein buntes Spektakel aus Musik und Texten vor großen Leinwand-Projektionen entstand, das die Zuschauer auf einen spannenden Theater- und Tanznachmittag mitnahm. Unterstützung bei der technischen Umsetzung des Projektes lieferten Christian Breuer und Thomas Otten sowie zahlreiche Eltern, die Kostüme nähten oder hinter der Bühne aktiv waren.

Die Literaturkurs-Teilnehmer entwarfen und organisierten im Laufe ihres Unterrichts ihre Kostüme, die Schminke, suchten Bilder für die Hintergründe und trafen sich zusätzlich zu etlichen Proben. Auch wenn die Kooperation zwischen der Tanzwerkstatt von Nina Otten und der Theaterabteilung des Carolus-Magnus-Gymnasiums bereits seit acht Jahren besteht, war die Einbindung des Literaturkurses in diesem Umfang eine Premiere.
„Es war eine aufregende Erfahrung für uns alle. Das Gesamtkonzept wurde natürlich im Vorfeld genau geplant, aber was dann auf der Bühne auf die einzelnen „Abteilungen“ zukommt, weiß man nie so genau“, fasst Sandra Terodde zusammen. „Bei Proben in der Tanzschule haben einige Schauspieler schon „ihre“ Täubchen oder Zwerge kennengelernt, aber Vieles wird dann auch bei den ersten Gesamtproben improvisiert“, berichtet Nina Otten. Damit die ganz kleinen Teilnehmer sich an die deutlich älteren Schauspieler gewöhnen konnten, lud der Literaturkurs im Dezember bereits zu einem Kennenlernnachmittag ins PZ ein. Hier wurden Märchen gelesen, Spiele gespielt und das Theater-Warmup mit den kleinen Tänzern geteilt.Ein tolles Gemeinschaftserlebnis, das mit viel Applaus belohnt wurde!

Kulturtag am CMG

Der jährlich Theater- bzw. Kulturtag am CMG wartete in diesem Jahr mit drei Produktionen des  Aachener Festivals „Auf dem Sprung“ auf. Gerade erst von jungen Choreographen entwickelt,  stand bei allen drei Stücken das Thema Mensch-Sein im Fokus. Der junge Tänzer Sellam El Achari aus Frankreich, der jetzt bei der SALLY Dansgezelschap Maastricht tanzt, zeigte in seinem ersten Solo PUPPE:T in der Choreographie von Mats Süthoff den Versuch eines puppenähnlichen Wesens, sich zu bewegen, selbständig zu werden und dabei wieder in Abhängigkeiten zu geraten.

Erst am Schluss wendet sich der Tänzer mit einem Blick und einem zaghaften „Hallo“ an das Publikum, die Mit-Menschen. Doch ob dieser Moment Bestand hat, bleibt am Ende offen. In seinem zweiten Solo „Memories“ spielt der Tänzer mit der Erinnerung an seine Kindheit. Intensive Collagen aus Text und verschiedenen Tanzstilen berühren das junge Publikum aus unsern Schülern und Schülerinnen der Klassen 10 bis Q2.

Besonders eindrucksvoll war die Performance des TanztheaterMobil mit der Choreographie „Garden of the Beast“ von Natasa Franzi. Hass, Anschuldigungen, aggressive Kommunikation herrschten im ersten Teil des Duos – getanzt von  Marlena Meier und Alekszandr Szivkov. Die scheinbare Harmonisierung im zweiten Teil stellt sich als hemmungslose Selbstliebe und Ignoranz eindrucksvoll heraus. Der Kampf um einen Apfel, den beide gleichzeitig zu essen versuchen, kann nur verloren werden. Ein anspruchsvolles Stück  Tanz-Theater, das auch den Zuschauern einiges abverlangte und sie nachhaltig beeindruckte.

Durch das „Aktionsprogramm Integration“ konnten diese Vorstellungen finanziert werden. Mit einem Workshop im Nachmittag gab es des Weiteren die Möglichkeit für Schülerinnen und Schüler, gemeinsam mit der Tänzerin Marlena und ihrem Partner Alekzandr unterschiedliche Bereiche des Tanztheaters miteinander auszuprobieren. Es entstanden kleinere Choreographien, die die Teilnehmer als Gruppe oder im Partnering performten. Viel Spaß, Anregungen für das eigene Theaterspielen und natürlich das eigene Selbstbewusstsein sowie ein positives Gruppenerlebnis waren die Ergebnisse dieses interessanten Schultages, der durch unsere Kooperation mit dem CulturBazar Aachen ermöglicht werden konnte.

Weitere Informationen zum Festival und zu den Akteuren unter: aufdemsprungfestival.de