Glückswürmchen für die neuen 5er

In diesem Jahr wurden die Schülerinnen und Schüler der Klassen 5 mit einem selbstgehäkelten Glückswürmchen an unserer Schule begrüßt. Die 120 Würmchen wurden im Laufe des vergangenen Schuljahres von Schülerinnen und Schülern der Handarbeits-AG gehäkelt, die sich unter der Leitung von Titus Meyer (Klasse 10b) jeden Mittwoch von 13:30-14:15 Uhr in H2.12 trifft. Hier wird in netter Atmosphäre gehäkelt, gestrickt, gestickt und gequatscht. Neue Mitglieder aller Jahrgangsstufen sind jederzeit herzlich willkommen.

 

Un week-end à Paris

Vom 4.-5. September haben 4 Schülerinnen der Jahrgangsstufe Q2 gemeinsam mit Frau Schulte 31 Stunden in der französischen Hauptstadt verbracht. In dieser kurzen Zeit hat die Gruppe über 35 Kilometer zu Fuß zurückgelegt und dabei viele Sehenswürdigkeiten entdeckt. Auch die etwas ruhigeren Ecken abseits der Touristenpfade standen auf dem Programm. Bei viel Sonnenschein und sommerlichen Temperaturen konnten Galettes, Crêpes und andere Spezialitäten genossen werden. An dieser Stelle einen herzlichen Dank an den Förderkreis, der die Zugfahrt mit dem Eurostar großzügig unterstützt hat.

 

Willkommen am CMG

Nach einem abwechslungsreichen Gottesdienst trafen unsere neuen Schülerinnen und Schüler und deren Angehörige im PZ ein. Dort wartete ein spannendes Programm. Die Theater-AG und der Buchclub zeigten eindrucksvoll ihre tollen Leistungen. Unsere Schulleiterin Frau Terodde und ihr Vertreter Herr Köhler begrüßten in einer kurzen Ansprache unsere neuen Schülerinnen und Schüler und die weiteren Gäste. Unser Erprobungsstufenkoordinator Herr Schlagenhof führte unterhaltsam durch das kurzweilige Programm und bat die Klassenleitungen und die Klassenpaten nacheinander auf die Bühne. Dort haben die Paten die neuen Schülerinnen und Schüler aufgerufen und auf die Bühne geholt, sodass alle Eltern ein erstes Klassenfoto machen konnten.

Im Anschluss an das offizielle Programm im Pädagogischen Zentrum besuchten die Schülerinnen und Schüler gemeinsam mit ihren Paten erstmalig ihren Klassenraum und klärten dort die ersten wichtigen Themen mit den neuen Klassenleitungen. Die Eltern, Großeltern und Geschwisterkinder wurden derweil in unserer Bücherei mit Kaffee und ein paar Süßigkeiten versorgt.

Einen großen Dank an alle Aktiven, die dazu beigetragen haben, dass wir eine tolle Einschulung erleben konnten. Unseren neuen Schülerinnen und Schülern wünschen wir einen guten Start, bleibt neugierig und lasst das Abenteuer CMG beginnen!

Die 5a von Frau Kaltwaßer

Die 5b von Frau Krause
Die 5c von Frau Frings

Die 5d von Herrn Bade

Einblick in ein bewegtes Leben: Zeitzeugengespräch über Flucht und Freiheit in der DDR

Am Donnerstag, dem 2. Juli, fand an unserer Schule eine ganz besondere Veranstaltung statt. Unsere Geschichtslehrerin Frau Birken hatte das Projekt vor einigen Wochen angekündigt und dieses stieß auch gleich auf großes Interesse unter den Schülern der zehnten Klasse. Rund 20 Schülerinnen, Schüler und Lehrkräfte entschieden sich spontan, zwei Stunden ihrer Freizeit nach dem Unterricht in der Schule zu verbringen, um eine persönliche Geschichte zu hören, die kein Lehrbuch der Welt so packend vermitteln kann. Zu Gast war der Vater unserer Lehrerin Frau Petersen: Michael Schwerk. Er reiste aus Köln zu uns an das CMG, um als einer der nur noch wenigen verbliebenen Zeitzeugen ein einmaliges Erlebnis und einen intensiven Einblick in seine beeindruckende Biografie zu ermöglichen. Herr Schwerk verbrachte seine Kindheit in Sachsen, weshalb seine Heimat nach der Aufteilung Deutschlands in die verschiedenen Besatzungszonen unter den Einfluss der Sowjetunion fiel. Schon mit dem Bau der Berliner Mauer im Jahr 1961 war dem damals
Siebzehnjährigen bewusst, dass er aus diesem Unrechtsstaat fliehen wollte, jedoch boten sich ihm zunächst keine Möglichkeiten dazu. Erste Pläne für eine Flucht über die Grenze zerschlugen sich schnell, da das Regime die DDR-Grenze rücksichtslos mit Stacheldraht, Minenfeldern, Selbstschussanlagen und Spürhunden oder wie er sie nannte „Bluthunden“, abriegelte. Er erklärte uns sehr eindringlich, wie unwohl er sich in der sozialistischen Diktatur der SED fühlte. Da Reisen ins Ausland fast unmöglich waren, fühlte er sich eingesperrt. Nach dem Abitur arbeitete er zunächst in der Bauindustrie, bevor er seinen Wehrdienst antreten musste, eine Pflicht, die jeder junge Mann in der DDR erfüllen musste. Doch genau dieser Dienst bei der Nationalen Volksarmee sollte unfreiwillig der Schlüssel zu seiner Freiheit werden.
Durch einen Zufall wurde er 1965 als Soldat in die Nähe von Berlin versetzt. Bei Fahrten mit der S-Bahn nach Berlin bemerkte er, dass die Schienen sehr nah an der schwer bewachten Grenze vorbeiführten. In seinem Kopf reifte ein extrem gefährlicher Plan: die S-Bahn mitten auf der Strecke mit der Notbremse zu stoppen, um den kurzen Weg über die Grenzanlagen zu wagen. Am 1. November 1966 sollte dieser Plan in die Tat umgesetzt werden. Herr Schwerk fuhr mit der ihm bekannten S-Bahn in Richtung Berlin und voller Selbstvertrauen zog er an einer zuvor genau eingeprägten Stelle die Notbremse. Der Zug rumpelte, bremste scharf und noch während des Haltevorgangs sprang er aus der Waggontür über einen Signalzaun. Sofort nach dem Sprung löste er unabsichtlich ein
Signal aus, leuchtend rote Patronen zischten grell in den Nachthimmel. Unter extremer Angst und von Adrenalin getrieben rannte er los und überwand den ersten Zaun. Doch plötzlich stand er vor einer völlig unerwarteten Barriere: Ein fünf Meter tiefer, ehemaliger S-Bahn-Schacht tat sich vor ihm auf. Ohne zu zögern, sprang er in die Tiefe. Wie durch ein Wunder verletzte er sich beim Aufprall auf dem Schotter nicht, verlor jedoch seine Brille. Als im selben Moment eine Leuchtkugel von einem Grenzposten den Himmel erhellte, drohte die Situation zu eskalieren. Das Signal bedeutete: Grenzdurchbruch, Feuer eröffnen! In absoluter Verzweiflung erblickte er eine brüchige Mauer auf der gegenüberliegenden Seite. Wie eine Eidechse, wie seine Enkelin den Vorgang später beschrieb, kletterte er die Wand hoch, während zu seinem unfassbaren Glück kein einziger Schuss auf ihn abgefeuert wurde, ein Umstand, den er sich bis heute nicht rational erklären kann. Oben angekommen, stand er vor dem letzten Hindernis: einem
Stacheldrahtzaun. Er riss ihn mit den blanken Händen auf, blutete stark, kroch hindurch und war im Westen.
Zitternd vor Angst und Schmerz versteckte er sich zunächst in Hecken, bevor er
Westberliner Polizisten in der Bornholmer Straße entdeckte. Sie hatten die Notbremsung und die Leuchtkugeln längst bemerkt und hießen den blutenden, aber erleichterten jungen Mann herzlich willkommen. Nach der medizinischen Versorgung im Notaufnahmelager flog er drei Wochen später mit den Amerikanern nach Frankfurt am Main. Dort konnte ein neues Leben in Freiheit beginnen. Er berichtete von dem daraus resultierenden Glück als eine Freude, die man gar nicht in Worte fassen kann. Der Preis dafür war jedoch hoch: Er musste seine Familie ohne Abschied zurücklassen, um sie nicht in Gefahr zu bringen. Von gemeinsamem Lachen über die dreisten Lügen der DDR bis hin zu Sentimentalität wegen des Zurücklassens seiner Familie war sein Vortrag von vielen tief bewegenden Momenten geprägt.
Zum Abschluss zeigte uns der Zeitzeuge historische Dokumente und Fotos. Besonders berührend war eine Collage mit dem Titel „Das ‚verdiente‘ Ende eines Staates…“. Sie zeigte Bilder vom 9. November 1989, von der legendären Schabowski-Pressekonferenz bis hin zu den historischen Szenen, als Tausende Ost-Berliner genau an der Bornholmer Straße, wo seine Flucht einst endete, unkontrolliert in den Westen strömten. Herr Schwerk hauchte den unfassbaren Grausamkeiten der DDR wieder ein Stück Lebendigkeit ein und schaffte es, uns in seinen Bann zu ziehen.
Nach gut zwei Stunden endete die Veranstaltung mit einer offenen Fragerunde, in der Herr Schwerk uns noch intensiver in seine berührende Geschichte einband und uns ermöglichte, persönliche Fragen zu stellen. Für uns alle war dieser Nachmittag ein absoluter Gewinn. Es ist eine Sache, im Unterricht über die Berliner Mauer und die deutsche Teilung zu lesen. Es ist eine völlig andere Sache, einem bemerkenswerten Mann gegenüberzusitzen, der diese Geschichte am eigenen Leib erlebt hat und trotz seiner Vergangenheit immer noch voller Lebensfreude strahlt.
Er gab uns an diesem Tag eine fundamentale Botschaft mit auf den Weg, die als eindringlicher Appell im Raum stehen blieb: Demokratie und Freiheit sind die wertvollsten Güter, die wir besitzen, und es gilt, sie unter allen Umständen und mit aller Kraft zu bewahren. Mit klarem Bezug auf die DDR als Unrechtsstaat betonte er immer wieder, dass Lügen und politischer Schwindel das Schlimmste seien und die Wahrheit und vor allem Ehrlichkeit die Grundlage für ein friedliches und schönes Zusammenleben sind.
Für diese einzigartige, zutiefst inspirierende und berührende Möglichkeit möchten wir uns aufrichtig bei Frau Birken für die Organisation bedanken. Außerdem möchten wir uns auch bei Frau Petersen bedanken. Denn ohne sie wäre der Besuch ihres Vaters nicht möglich gewesen. Ganz besonders möchten wir uns bei Michael Schwerk für seine Offenheit, seine Zeit und sein Vertrauen bedanken. Seine Geschichte hat uns gezeigt, dass wir unsere heutige Freiheit niemals als selbstverständlich ansehen dürfen

Zweiter erfolgreicher Jahrgang im bilingualen Bildungsgang am CMG

Zum zweiten Mal wurden in diesem Jahr in der Jahrgangsstufe 10 die offiziellen Bescheinigungen über den Besuch des bilingualen Bildungsgangs in der Sekundarstufe I an 24 Absolventinnen und Absolventen überreicht.

Nach sechs Schuljahren bilingualen Unterrichts in den Fächern Englisch, Geschichte und Biologie verfügen die Schülerinnen und Schüler nun auch über einen offiziellen Nachweis: Sie haben den „bilingual Anglo-German stream in Lower Secondary“ erfolgreich abgeschlossen.

Herzlichen Glückwunsch an den gesamten Kurs – well done!

Elternbrief zum Schuljahresende 2025/26

Liebe Eltern und Erziehungsberechtigte, liebe Schulgemeinde,

das vergangene Schuljahr unter dem Motto „Vielfalt in Bewegung!“ hat eingehalten, was das Motto verspricht: Bei vielen besonderen Ereignissen hat das CMG gezeigt, wie vielfältig und lebendig unser Gymnasium ist und wie sehr sich unsere Schülerinnen und Schüler, das Kollegium sowie Sie als Eltern für unsere Schulgemeinschaft engagieren.
Bereits im September durfte unsere Schule die Kindernachrichtensendung logo! live auf unserem Schulhof begrüßen. Anlass war das demokratische Engagement unseres Buchclubs, über das ein Fernsehbeitrag entstand. Dass dieses Engagement keine Eintagsfliege ist, wurde im weiteren Verlauf des Schuljahres eindrucksvoll bestätigt: Erneut wurde der Buchclub unserer Schule im Wettbewerb Demokratisch Handeln ausgezeichnet – eine Anerkennung, auf die wir sehr stolz sind!

Auch im kulturellen Bereich konnten unsere Schülerinnen und Schüler besondere Akzente setzen. Tanztheater, Literaturaufführungen und Konzerte bereicherten das Schulleben. Im Rahmen des Festivals lit.kid.COLOGNE organisierten und gestalteten Schülerinnen und Schüler eine Lesung mit dem Autor Sergio Dudli in der Comedia in Köln mit großem Engagement und Professionalität. Die gelungene Veranstaltung war ein eindrucksvoller Beleg für die Kreativität und Einsatzbereitschaft unserer Schulgemeinschaft.

Ebenso erfreulich war die große Teilnahme an zahlreichen Wettbewerben. Ob beim änguruWettbewerb der Mathematik, dem Informatik-Biber, dem Vorlesewettbewerb oder bei naturwissenschaftlichen Wettbewerben – unsere Schülerinnen und Schüler zeigten Neugier, eistungsbereitschaft und Ausdauer. Besonders hervorzuheben sind die herausragenden Erfolge bei der Internationalen Chemie Olympiade sowie die Teilnahme an der Junior Science Akademie, die das hohe Engagement und die besonderen Begabungen unserer Schülerinnen und Schüler eindrucksvoll unterstreichen.

Den stimmungsvollen Abschluss des Schuljahres bildeten die Klassen- und Kursfahrten, die viele unvergessliche gemeinsame Erlebnisse ermöglichten. Ein ganz besonderes Highlight war darüber hinaus unser Schulfest anlässlich des 60-jährigen Jubiläums. Es war eine große Freude, neben den aktuellen Schülerinnen und Schülern und ihren Familien auch zahlreiche Ehemalige begrüßen zu dürfen. Viele nutzten die Gelegenheit, Erinnerungen auszutauschen, gemeinsam zu feiern oder sich im Rahmen von Schulführungen über die Entwicklungen unserer Schule in den vergangenen Jahren zu informieren.

Besonders erfreulich war auch der Erlös des Schulfestes, der unserem Förderkreis e.V. zugutekommt. Der Förderkreis hat unsere Schule in diesem Schuljahr erneut in vielfältiger Weise unterstützt und zahlreiche Projekte ermöglicht, die über den regulären Unterricht hinausgehen. Damit dies auch in Zukunft möglich bleibt, möchten wir Sie herzlich ermutigen, den Förderkreis durch eine Mitgliedschaft oder Ihr Engagement zu unterstützen. Mit seiner Hilfe können wir unser erweitertes Bildungsangebot – etwa die Theatertage, die finanzielle Unterstützung von Klassen- und Kursfahrten oder besondere Projekte und Wünsche unserer Schülervertretung – auch weiterhin verwirklichen.
Zum Abschluss möchten wir uns bei allen bedanken, die zum Gelingen dieses Schuljahres eigetragen haben: bei unseren Schülerinnen und Schülern für ihren Einsatz und ihre Leistungen, bei Ihnen, liebe Eltern, für die vertrauensvolle Zusammenarbeit sowie bei dem Kollegium und allen Mitarbeitenden unserer Schule für ihr großes Engagement. Wir wünschen Ihnen und Ihren Familien erholsame Sommerferien, Zeit zum Auftanken und viele schöne gemeinsame Momente. Wir freuen uns darauf, alle Schülerinnen und Schüler im neuen Schuljahr hoffentlich gut erholt wieder an unserer Schule begrüßen zu dürfen.

Mit herzlichen Grüßen
Sandra Terodde & Markus Köhler (Schulleitung)

Literatur – Mal jung gemacht

Am 22.06.2026 hat auch der letzte Kurs der Q1, aus dem kreativen Bereich, sich in Form eines Literatur Cafés präsentieren können. Bei dem Kurs handelte es sich um den Literaturkurs kreatives Schreiben, welcher, unter der Leitung von Frau Färber, über das Jahr hinweg verschiedene Formen von literarischen Typen, von Prosa bis Lyrik, kennen und schreiben gelernt hat. Besonders das zweite Halbjahr war bei dem genannten Literatur Café im Fokus, da die Schülerinnen und Schüler ihre, mit viel Arbeit verbundenen, Prosa- als auch Lyrik- Texte, aus dem zweiten Halbjahr vorstellten.

Unter der Leitung der Moderation, welche sich aus Nils, Aliya und Ilayda zusammensetzte, wurde das Publikum, das aus Lehrer*innen, Eltern und Schüler*innen bestand, durch den Abend geleitet und wurde direkt zu Beginn durch Meleks Gedicht “Verlorene Kindheit im blauen Licht”, welches eine Kritik unseres Medien Konsums verkörperte, gepackt.

Spannend ging es weiter mit der mystischen Kurzgeschichte von Philipp mit dem Titel “Die Truhe”, die sehr wahrnehmbar das Publikum völlig in den Bann zog. Wenn nicht so mystisch, war die folgende Kurzgeschichte Ilaydas “Zwischen den Blicken”, ebenso ergreifend, da sie auf innige Art und Weise, den Weg zur eigenen Identitätsfindung darstellte.

Identität ist auch eine gute Überleitung für die Kurzgeschichte Lenas, die auf Ilaydas folgte, und den Titel “Freiheit” trägt, denn wie der Titel schon verrät, steht besonders die Suche und das Finden der eigenen Freiheit im Vordergrund und stellte somit eine schöne Einleitung zur Pause dar.

Denn der Abend war nicht so gestaltet, dass nur gelesen wurde, sondern bestand aus zwei Leseblöcken à vier Lesungen, die durch eine Pause getrennt wurde. Und abgeschlossen wurden durch eine große Feedbackrunde. In der eben genannten Pause bestand die erste Möglichkeit in Kontakt mit den Autorinnen und Autoren des Kurses zu kommen und sich andere Werke der Kursmitglieder durchzulesen, die ausgehangen wurden. Außerdem war es möglich, sich die einzelnen Texte der Autorinnen und Autoren, in voller Länge durchzulesen und je nachdem abzuspeichern, für ein späteres Lesen.

Natürlich ging es in der Pause nicht weiterhin ausschließlich um die Texte, sondern das Publikum konnte sich auch an den Köstlichkeiten bedienen, die durch die Schülerinnen und Schüler des Kurses selbst gemacht wurden und jeweils die eigene Kultur verkörperten. Somit hat das Literaturcafé noch mehr den Charakter eines Cafés angenommen, da durch eben jene Speisen eine gewisse Vertrautheit aufkam.

Nachdem sich die Gäste noch ein letztes Mal am Buffet bedienten, ging es dann auch mit dem zweiten Leseblock weiter, bei dem Maya mit einem Paukenschlag in Form des Aussprechens harter Wahrheiten, durch ihr Gedicht “Ungehörte Stimmen”, die Aufmerksamkeit an sich riss. Gefolgt wurde dieses Statement durch das Gedicht mit dem Titel “Ein neuer Anfang” von Nursena, die am Abend krankheitsbedingt von Melek vertreten wurde, welches zeigt, was kleine Hilfen für eine große Wirkung erzielen können.

Den Beginn der letzten beiden Lesungen machte Aliya, die mit ihrer sehr persönlichen Kurzgeschichte “…weil alle Teile in mir sind”, das Publikum förmlich zum Zuhören zwang. Den Abschluss machte Nils mit seiner Kurzgeschichte “Können und Sein”, der mit seinem harten Plottwist das Publikum fasste, jedoch mit einer positiven Message am Ende seiner Kurzgeschichte, die Stimmung wieder aufhellte.

Es folgten noch verschiedene Zugaben, die alle ebenso lesens- und hörenswert sind, wie die Hauptwerke, jedoch aber in diesem kleinen Bericht den Rahmen sprengen würden. In der folgenden Feedbackrunde kam es zu einem regen Austausch zwischen Publikum und Autorinnen und Autoren. Wobei das Feedback nicht allein aus Lobpreisungen bestand, sondern auch noch mehr die Erarbeitung des Schreibens ergründete und somit auch hier noch eine gewisse Tiefe entstand.

Abschließend lässt sich der Abend als voller Erfolg bewerten, da sich definitiv zeigte, dass man junge Literat*innen nicht unterschätzen sollte und es um zu bedauerlicher ist, dass so ein Kurs erstmal nicht mehr zu Stande kommt, obwohl er sehr zu empfehlen ist. Und ganz zum Schluss nochmal ein Dank an Frau Färber, die uns als Kurs über das Jahr hinweg sehr viel Neues im Bezug aufs Schreiben offenbarte.